
Auch ohne die anwachsende Zahl der Touristen in Bosnien und Herzegowina, ist die lokale Bevölkerung an die Gäste aus allen Teilen von Europa, Nord Amerika, Nah- und Mittel-Osten gewohnt.
Seit dem Kriegsanfang 1992 kamen tausende von Menschen hierher als humanitäre Arbeiter, Soldaten der Friedenskräfte, abenteuerlustige Touristen, Friedensaktivisten, Diplomaten, Geschäftsmenschen oder Pilger nach Meðugorje.
Man wird Sie in den Städten wie Sarajevo, Mostar und Banja Luka, also dort, wo die Anwesenheit der internationalen Gemeinschaft ziemlich groß ist, als Touristen kaum bemerken.
Die lokalen Einwohner sind immer freundlich. Das ist zwar für die ganze Region kennzeichnend, aber die bosnische Gastfreundschaft ist was besonderes. Die Bosnier werden von Ihrer Arbeit lassen, um Ihnen auf der Suche nach etwas zu helfen, und laden oft die Menschen in ihr Haus zum Kaffee ein.
Und wenn Sie einmal in jemandes Haus Gast sind, dürfen Sie eine wahre königliche Behandlung erwarten. Unabhängig davon, ob die Gastgeber reich oder arm sind, werden Sie sicher Kaffee und Zigaretten serviert bekommen.
Es ist eine ungeschriebene Regel, dass bevor Sie sich eine Zigarette anzünden, alle um sich damit anbieten. Danach folgen die Süßigkeiten (Kekse oder Schokolade), und wenn die Stimmung entsprechend ist, auch selbstgemachter Schnaps mit einer Kleinigkeit zu essen. Vielleicht erscheint Ihnen das alles übertrieben, aber man muss ja beachten, dass hier die Tradition, den Gast als einen Familienmitglied zu betrachten, sehr ernst genommen wird.
Die meisten jungen Leute sprechen Englisch, weil es sehr aktiv an den Schulen gelehrt wird. Die amerikanischen Filme sind sehr populär, so dass die
jungen Menschen auch dadurch Englisch lernen.
In der West- Herzegowina und in Nord-Bosnien spricht eine bedeutende Anzahl der Menschen Deutsch. Über 300.000 Flüchtlinge lebten in Deutschland während des Krieges, und viele wanderten noch vor dem Konflikt nach dorthin aus.
In den meisten Fällen wollen die jungen Menschen hier nicht über Krieg und Politik reden, sie wollen lieber über Musik, Filme, Bücher sprechen oder einfach nur plaudern. Die etwas ältere Generation bringt oft die Kriegs- und Politikthemen ins Gespräch ein.
Als Besucher werden Sie sicher bemerken, dass es in Bosnien und Herzegowina mehrere Lebensstils gibt. Manche Frauen kleiden sich heute noch traditionell an und tragen Kopftuch, aber das unterscheidet sie nicht von anderen, weil die bosnische Gastfreundschaft keine Grenzen kennt.
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