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Sarajevo ist
eine solche Stadt, in der sich auch die Nicht -
Einheimischen wie zu Hause fühlen. Nicht einmal die
Stadterweiterung durch den Hochhäuserbau konnte den Charme
der vielen Kaffeehäuser und der jahrhundertelangen Tradition
der Gastfreundschaft vermindern.

Obwohl das Hinterland, das aus zahlreichen Bergen und hohen
Gebirgen besteht, die Stadt einerseits isolierte und den
Geist der alten Zeiten bewahrte, blieb Sarajevo immer dem
Rest der Welt geöffnet. Ugeachtet dessen, dass Sarajevo die
Hauptstadt ist, mit all der Dynamik, die das moderne Leben
mit sich bringt, hat es eine einzigartige Stimmung, die
Sie tief in sich hinein spüren werden und die Ihnen unter
die Haut gehen wird. Diese Stadt symbolisiert teilweise
den jahrhundertealten Kampf gegen die auswärtigen Einflüsse,
aber auch, in einem gewissen Maße, das Aufnehmen dieser
Einflüsse, und zwar der besten, um sie zum Teil einer der
vielreichsten Kulturen in Europa werden zu lassen.

Und wirklich können sich nur wenige Orte auf der ganzen Welt dessen rühmen, dass sie eine katholische Kirche, eine orthodoxe Kirche, Moschee und Synagoge haben, die nur einen kleinen Spaziergang voneinander entfernt sind.
Wenn es eine Stadt in Europa geben soll die völlig mühelos Westen und Osten miteinander verbindet, dann ist es Sarajevo. Hier haben das Byzantische und Ottomanische Reich vom Osten sowie Römisches, Venezianisches und Österreichisch-Ungarisches Reich vom Westen ihre unerlöschlichen Spuren auf Kultur, Tradition und Religion gelassen.
Ein Spaziergang durch Sarajevo stellt eigentlich den Spaziergang durch die Geschichte der Stadt dar. Von dem oriental-osmanischen Viertel, wo sich viele Konditoreien, kleine Kaffeehäuser und Handwerkergeschäfte befinden bis zu dem Administrations- und Kulturzentrum, das zur Zeit der österreichisch-ungarischen Periode entstand- von all dem behielt Sarajevo das Beste.
In Sarajevo haben die Menschen Zeit, sowohl für die Familie, als auch für Freunde. Hier gibt es sogar ein Sprichwort, das besagt, dass sich der Reichtum eines Menschen nicht daran erkennen lässt, wieviel er habe, sondern wieviele Freunde er habe.
Hier schenken die Menschen ihre Zeit den Freunden.
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