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Travnik liegt im Lašva-Tal, umgeben von Gebirgen Vlašiæ im Norden und Vilenica im Süden. Die Slawen ließen nur wenige Beweise über die ersten 500 Jahre ihrer Existenz in der Gegend um Travnik.



In historischen Manuskripten wird das Tal im Jahre 1244 erwähnt
, als der ungarische König Bela IV einem seiner angesehenen Männer ein Stück Land im Lašva-Tal geschenkt hat. Bis dahin war diese Gegend Feudalbesitz des Bosnischen Staates. Obwohl die Funde aus dieser Zeit auf keinen Reichtum schließen lassen, der zur Römerzeit üblich war, gab es damals Paläste und Festungen. Die Festung von Travnik ist die eindrucksvollste Festung in Bosnien und Herzegowina aller Zeiten, die es noch immer gibt und die am besten erhalten ist. Aus dieser Periode stammt auch der Name „Travnik“.



Die türkische Herrschaft erneuerte den Ruhm von Travnik
. Es wurde Hauptstadt und Militärzentrum des Ottomanischen Imperiums in Bosnien und Herzegowina. Von hier aus walteten die Türken und organisierten ihr Durchdringen weiter nach Südwesten. Über 150 Jahre hatte der Wesir, Sultans Statthalter, hier seinen Sitz, was auch die Konsuln und Händler hierher anzog. Die Reisenden derzeit waren von der Stadt tief beeindruckt und nannten sie das europäische Istanbul. Diese Stadt hatte die meisten orientalischen Kennzeichen in ganz Bosnien. Ein Abschnitt aus dem Prachtwerk "Wesire und Konsuln" gibt uns mehr Einsicht in diese Zeitperiode:

«…Niemand in Travnik hat je gedacht, dass dieses Städtchen für einfaches Leben und alltägliche Geschehnisse geschaffen war... Ihre Stadt, das ist eigentlich ein enger und tiefer Spalt, den die Generationen mit der Zeit gebaut und bearbeitet haben; ein befestigter Durchgang, in dem sich die Menschen aufgehalten haben, um dort für immer zu bleiben, durch Jahrhunderte sich ihm anpassend und ihn sich passend machend. Von beiden Seiten stürzen die Berge steil herab und treffen unter scharfem Winkel im Tal aufeinander, in dem es kaum Platz gibt für den schmalen Fluss und die Straße neben ihm. So sieht das Ganze als ein halb aufgemachtes Buch aus, auf dessen Seiten sich beiderseits, wie gemalt, Gärten, Straßen, Häuser, Ackerfelder, Friedhöfe und Moscheen befinden. Niemals rechnete einer aus, wie viele Sonnenstunden die Natur dieser Stadt verweigerte, aber sicher steht, dass die Sonne später aufgeht und früher untergeht, als in irgendeiner der zahlreichen bosnischen Städte und Städtchens. Das negieren nicht einmal die Travniker, aber dafür behaupten sie, dass die Sonne, während sie scheint, nirgendwo so scheint, wie in ihrer Stadt.
In diesem schmalen Tal, auf dessen Grund Lašva fließt, die von Seiten mit Quellen, Durchlässen und Bächen stellenweise verziert wird- voll von Feuchtigkeit und Zugluft, gibt es fast nirgendwo einen geraden Weg oder gerade Stelle, worauf der Mensch den Fuß frei und unbekümmert stellen könnte. Alles ist steil und unregelmäßig, verkreuzt und verflochten, verbunden oder unterbrochen durch private Wege, Zäune, Straßen, Gärten und Türen, Friedhöfe und Gotteshäuser. Hier, auf diesem Wasser, der geheimnisvollen, unbeständigen und mächtigen Urgewalt, leben und sterben die Generationen der Travniker... So wechseln sich die Generationen ab und übergeben einander nicht nur die bestimmten körperlichen und geistigen Eigenschaften, sondern auch Land und Glauben, nicht nur das erbliche Gefühl für Maß und Grenze, nicht nur das Wissen und Erkennen aller Pfade, Türen und Durchgänge ihres verwirrten Städtchens, sondern auch die eingeborene Welt-und Menschenkenntnis im Allgemeinen. Mit all dem kommen die Travniker Kinder zur Welt, aber von all dem am meisten mit Stolz. Dieser Stolz ist ihre zweite Natur, die lebende Kraft, die sie ihr ganzes Leben lang verfolgt, anregt und ihnen ein sichtbares Zeichen gibt, das sie von anderen Menschen unterscheidet“

Abschnitt aus dem Buch „Wesire und Konsuln“ von Ivo Andriæ






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