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Die Stadtbesichtigung

Obwohl es viele interessante Stadtteile gibt, die am meist besuchten sind das Stadtzentrum und die  Altstadt, im Miljacka-Tal. Um die ursprüngliche Altstadt zu besuchen, ist ein längerer Spaziergang nötig, weil Sarajevo an der Bergspitze, von der aus man die heutige Stadt sehen kann, gegründet wurde. Die alten engen und kleinen Straßen von beiden Miljacka-Ufern sind besichtigungswert, aber wenn Sie gerade nicht bis zu der Kaserne „Jajce“ und den Resten der mittelalterlichen Stadt zu Fuß gehen wollen, dann sollten Sie eine Besichtigung mit dem Minibus oder Auto unternehmen. Von diesen Orten aus, hat man eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt.

Man kann die Stadt in etwa drei Stunden besichtigen, abhängig von der Zahl der Attraktionen, die Sie sehen und von der Zahl der Pausen, die Sie machen wollen. Es gibt einige Stadtführer, aber die besten sind die zertifizierten, die man über das touristische Infozentrum kontaktieren kann. Die professionelle Führung ist auf allen führenden europäischen Sprachen, Schwedisch, Niederländisch und Tschechisch eingeschlossen, möglich. Die Gruppenführung kostet zwischen 80-120 KM. Das Herz von Bašèaršija, Sebilj, ist der bekannte Platz, wo sich einer der Hauptstadtbrunnen befindet, der immer von Tauben überflutet ist. Das ist der ausgezeichnete Ort, sich eine kleine Pause und den ersten Kaffee zu gönnen. Der ottomanische Gouverneur, der Bosnien regierte, Hadži Mehmed-Pascha Kukavica, ließ den ersten Brunnen in Bašèaršija im Jahre 1753 bauen. Der Architekt Aleksandar Vitek hat den Brunnen im Jahre 1891 auf seinen jetzigen Platz übertragen lassen und ihn in maurischen Stil, als Nachbild des steinernen Brunnens in Konstantinopel rekonstruiert. Alle Kaffeehäuser um Sebilj servieren den bosnischen Kaffee mit rahat-lokum (Süßigkeit). Vom Platz aus geht man nach Kazandžiluk, das nach Handel und Herstellung von Kupfergeschirr bekannt ist. Hier finden Sie Antiquitäten und handgemachtes Geschirr mit orientalischen Motiven.



Gleich am Kazandžiluk ist die Bašèaršijas Moschee. Der offizielle Name der Mosche ist Havadže Duraka- Moschee und sie wurde im Jahre 1530 erbaut. Von dieser Moschee spricht der Imam das Gebet live und die Klänge übertönen dann die ganze Altstadt. Unweit von Sebilj, am Miljacka – Ufer, befindet sich das Rathaus, das in der Regierungszeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie in Bosnien und Herzegowina erbaut wurde.

Die alte orthodoxe Kirche, die man oft einfach nur die „Alten Kirche“ nennt, wurde im Jahre 1539/40 gebaut. Das Museum verfügt über eine große Anzahl von Ikonen, Fresken und anderer Reliquien, die früher aus orthodoxen Ländern nach Sarajevo übertragen wurden. Die Fußgängerzone Ferhadija ist wahrscheinlich der reizvollste Stadtteil, der sich vom Sebilj im Herzen von Bašèaršija bis zu Vjeèna vatra (Das ewige Feuer) im Stadtzentrum erstreckt. Ferhadija ist fast immer voll von den Menschen, die spazieren, Schaufenster besehen oder kleine Gespräche führen.



Der Ferhadija entlang, in Bašèaršija, befindet sich Moriæa han. Es war als Unterkunft für Karawanen, das heißt als „Karawanburg“ bekannt. Han diente als Unterkunft für Händler, die von Weiten und von nicht so entfernten Orten hierherkamen, sowie als Lagerhaus und Pferdestall. Diese Karawanenunterkunft bekam den Namen nach dem Mann, der ihn führte, Mustafa Moriæ. Gazi Husrev-Beis Moschee befindet sich unweit von Moriæa han und ist das wichtigste islamische Gebäude in ganz Bosnien und Herzegowina. Es ist wahrscheinlich das schönste Beispiel der ottomanischen islamischen Architektur auf der ganzen Balkanhalbinsel. Der persische Architekt Adžem Esir Ali, der es bauen ließ, war der führende in seiner Branche derzeit im ganzen Reich. Der Baustil der Moschee ist die Nachahmung des Stils der frühen Moscheen in Istanbul. Diese Moschee ist den Besuchern zu bestimmten Zeiten geöffnet.

Am Ende des Kopfsteinpflasters im alten Stadtteil steht der Brusabezistan. Dieses wunderschöne orientalische Kaufhaus, ein Basar mit dem langen Flur, und ein Kuppelbau, war das Zentrum des Handels mit Seide, die aus Bursa geliefert wurde. Die Freimauerer aus Dubrovnik haben den Bau im Jahre 1551 nach dem Entwurf des Großwesirs Rustem-Pascha gebaut. Durch den kleinen Gang, der Ferhadija und Bašeskijas Straße verbindet, kommt man in die Velika avlija, auch als Judenviertel bekannt. Da befindet sich das Judenmuseum (Tel.: 535 589). Die Sepharden, die in Sarajevo ansässig wurden, wurden bald angesehene Händler im Osmanischen Reich. Der erste Tempel - der alte Tempel, wurde im Jahre 1581 gebaut, fast ein Jahrhundert nach der Verbannung der Juden aus Spanien. Man kann eine Besichtigung der alten Synagoge veranstalten, indem man das Museum Despiæa Haus kontaktiert (Tel.: 215 531). Gleich, nachdem Sie aus dem Türkenviertel herausgehen, kommen Sie in den Ferhadija-Teil, der dem Zentrum der Stadt Wien ähnlich sieht. Der Spaziergang durch Ferhadija ist ein Spaziergang durch die Vergangenheit von Sarajevo. Die Religionsharmonie war immer schon die Basis des multikulturellen Sarajevo.

Die Katholische Kathedrale wurde im Jahre 1889 fertiggebaut, als Österreich die Kontrolle über die Stadt gänzlich gewann. Im Jahre 1997 hielt der Papst dort, während seines Besuches von Sarajevo, die Messe. Die Kathedrale ist normalerweise für Besucher geöffnet. Hinter der Kathedrale, in der Nähe der Musikschule, befindet sich das Bosniakische Institut. Dieses Institut ist der Geschichte der bosnischen Muslime, Bosniaken, gewidmet. Dies ist ein interessanter Ort, wo man alte Dokumente sehen und über alte muslimische Schriftsteller und Historiker lesen kann, und eine interessante Einsicht in die Nationalidentität der bosnischen Muslime gewinnen. Der Ferhadija folgend, kommen wir zum Trg osloboðenja, wo sich die Synodalkirche befindet. Das ist die größte orthodoxe Kirche in Sarajevo. Sie wurde in einer Mischung des barocken und byzantinisch-orthodoxen Stils gebaut. Die Einweihung der Kirche fand am Tag des Heiligen Elijas, am 2. August 1872 statt. Es gibt nur wenige Tage, an denen die Kirche für Besucher nicht geöffnet ist. Gegenüber der orthodoxen Kirche befindet sich die Kunstgalerie von Bosnien und Herzegowina (Zelenih beretki 8), in der die Werke der bekannten bosnisch-herzegowinischen Maler ausgestellt sind.

An der Stelle, wo Ferhadija mit Titova Straße zusammentrifft, brennt Das ewige Feuer, als Denkmal denen, die ihr Leben im Kampf gegen Faschismus verloren haben. Es kann interessant sein, die kleinen Straßen, die in und aus der Ferhadija führen, auszuforschen, denn Sie könnten auf etwas stoßen, das Ihre Aufmerksamkeit ziehen wird. Es gibt viele besuchenswerte Sehenswürdigkeiten, und sie zu finden, dürfte kein Problem sein, weil Sie im Touristischen Infozentrum gratis eine kleine Mappe bekommen. Am Ufer des Flusses Miljacka befindet sich das Museum Despiæa Haus, ein Haus aus der Türkenperiode, das einem serbischen Händler gehörte und in der Originalform erhalten geblieben ist. Gegenüber von Despiæa Haus befindet sich die Latiner Brücke, die man oft auch Princips Brücke nennt, da von dort aus Gavrilo Princip am 28. Juni 1914 den Mordanschlag auf den Prinzen Ferdinand und seine Frau, ausführte. Das Attentat führte dazu, dass Österreich Serbien den Krieg erklärte, worauf Russland, um Serbien zu helfen, Österreich Krieg erklärte, was der Anlass zum Ersten Weltkrieg war. Das Denkmal Franz Ferdinand und Sophie Chotek wurde erst 1917 erbaut, um gleich 1918 niedergerissen zu werden. Die Brücke erhielt nach dem Jahr 1918 inoffiziell den Namen „Princips Brücke“. Im Jahre 1993 bekam die Brücke wieder den Namen Latinska æuprija - Latiner Brücke, sowie sie auch früher genannt wurde. Wenn Sie die Latiner Brücke überschreiten, kommen Sie in den Stadtteil Bistrik.

Der Park längs des Flusses ist der beliebte Treffpunkt in den Sommermonaten. Careva džamija (Kaisers Moschee) befindet sich flussaufwärts. Die ursprüngliche Moschee wurde im Jahre 1457 gebaut, als Geschenk des Sultans Muhamed des II. Isa-Bei Ishakoviæ, der auch das berühmte Saraj entstehen ließ, wonach Sarajevo benannt wurde, hat sie bauen lassen. Die heutige Moschee wurde im Jahre 1566 im Auftrag von Süleyman I. des Prächtigen gebaut. Neben der Kaisers Moschee ist Konak-Straße, die Sie zum Franziskanerkloster und Hl. Antonius Kirche, im alten katholischen Stadtviertel in Bistrik, führt. Gleich gegenüber befindet sich die Bierbrauerei von Sarajevo, wo vor Kurzem der Weinkeller (mit Bar und Restaurant) eröffnet wurde. Da wird das einzige dunkle Bier, das in Sarajevo hergestellt wird, eingeschenkt. Es kann Ihnen als modischer Ort vorkommen, aber das Bier ist sehr gut und billig, und abends ist die Stimmung ausgezeichnet. Forschen Sie ruhig die hinteren Straßen aus, bevor Sie wieder an die Miljacka-Ufer zurückkehren. Sie sollten dann in der Nähe vom Inat kuæa (Trotzhaus), wo sich einer der besten Restaurants in der Stadt befindet, aufkreuzen. Das Haus stand ursprünglich am anderen Miljacka-Ufer. Rechts vom Haus ist die Alifakovac-Straße. Alifakovac ist das östliche Stadtviertel von Sarajevo, und da befindet sich der muslimische Friedhof, wo in der Vergangenheit auch Ausländer, die in Sarajevo gestorben waren, begraben wurden. Dieser Friedhof ist nicht nur aus historischer Sicht interessant: Das ist die Stelle, von der aus man die Altstadt deutlich sieht. Von der anderen Seite des Friedhofs gibt es einen Weg, der zu der hölzernen Fußgängerbrücke über Miljacka führt.

Bentbaša ist der uralte Stadtteil, gleich an der Miljacka-Schlucht. Da befindet sich das städtische Schwimmbad, etwas weiter sind die Pfade für Laufen, Spazieren und Rad fahren. Es ist natürlich für Autos gesperrt und ein wunderschöner Ort zum Spaziergang am Fluss entlang (der auf dieser Stelle bedeutend sauberer ist). Längs dieses Wegs gibt es auch eine Felsenwand zum Erklettern, die man Dariva nennt. Dariva ist sehr beliebt und eignet sich sehr gut zum Klettern, mit oder ohne Seil, mit den markierten Kletterrouten. Wenn Sie in der Stimmung für einen etwas längeren Spaziergang sind, etwas weiter östlich in der Schlucht ist die Kozja æuprija (Ziegenbrücke). Gleich daran gibt es ein traditionelles Restaurant mit der Terrasse. Das ist eine stilvolle steinerne Brücke, über 10 Meter hoch. Nach der Reisebeschreibung von Katrin Zen, gab es diese Brücke schon vor dem Jahr 1550. Die bosnischen Wesire wurden gerade auf dieser Brücke empfangen, und von dort aus gingen die Pilger auf ihre lange Reise nach Mekka. Um einen Einblick in das authentische ottomanische Haus aus dem 18. Jahrhundert zu gewinnen, sollten Sie Svrzina kuæa (Svrzos Haus) besuchen. Dieses Haus bzw. Museum ist ein ausgezeichnetes Beispiel eines reichen Beis Hauses. Es befindet sich in der Glodžina-Straße Nr. 8, die parallel mit Logavina–Straße läuft. Die hohen Gartenmauern dienten dazu, um das Privatleben der reichen Beis zu bewahren. Die Balkons wurden aus geschnitztem Holz gebaut, und die großen Gesellschaftsräume, in denen die zahlreichen Familienmitglieder wohnten, sind ein weiteres Merkmal der Häuser dieser Periode. Das Haus wurde restauriert und eine Führung ist an bestimmten Werktagen möglich.






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